Endlich wieder …

23. Januar 2022

Endlich wieder Konzert, Musik, (Spiel-)Freude – und alles live.

Fast genau zwei Jahre nach dem letzten öffentlichen Auftritt lud das AOE wieder zum Neujahrskonzert ins Credo ein. Man lechzte nach Kultur, oder, wie es eine Besucherin ausdrückte: Endlich findet wieder etwas statt.

2G+ als Begleitumstände

Geboostert und getestet, Hygienekonzept, Kontrolle hier und Datenerfassung da – durch die unumgänglichen Begleitumstände ließ sich niemand die gute Laune verderben. Auch nicht durch das Tragen einer FFP2-Maske (einem „Maultäschle“) während des gesamten Konzerts.

Zu groß war die Vorfreude auf den zu erwartenden Musikgenuss, der vom Orchester in unterschiedlicher Weise bestens erfüllt wurde.

Blick in den Konzertsaal
Immer schön auf Abstand.

Die erste Schöne – eine Statue

Franz von Suppés Ouvertüre „Die schöne Galathée“ führte gedanklich in die Antike, in der magische Verwandlungen möglich waren. Aber frei nach Oscar Wilde ist die Erfüllung eines Wunsches eine Tragödie – wie bei der Statue Galathée, die besser eine Skulptur geblieben wäre. Die Ouvertüre mit ihrem mitreißenden, schwungvollen Walzer ist besonders populär und sorgte gleich zu Beginn für einen Aha-Effekt.

Von 100+1 zu 1001 und wieder zurück

Edmund Holzwarth
Dirigent und Moderator.

Einen Schwerpunkt im Programm bildeten Kompositionen von Astor Piazzolla. Der Schöpfer des Tango Nuevo hätte im letzten Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert und das AOE eine Hommage an ihn. Vier unterschiedliche Stücke zeigten die Bandbreite dieser Musik: meist melancholisch, ja tragisch, aber auch mit melodiösen Passagen.

Die Geschichten aus 1001 Nacht faszinieren noch heute. Johann Strauss hat sie in seiner ersten aufgeführten Operette „Indigo und die vierzig Räuber“ zur Grundlage genommen. Der Operette selbst war wenig Erfolg beschieden, aber aus Motiven dieser Operette entstanden später neun eigenständige Werke. So auch der „Walzer aus 1001 Nacht“, den die Wiener Philharmoniker bei ihrem diesjährigen Neujahrskonzert ebenfalls im Programm hatten. Die Bearbeitung von Rudolf Würthner spielte das Orchester schwungvoll und mit einer Portion Wiener Schmäh.

Edmund Holzwarth schaffte als Dirigent und Moderator locker den Sprung von 100+1 hin zu 1001 und zurück. In seinen launigen, humorvollen Ansagen verband er die Hintergründe der Musikstücke mit der Gegenwart – mit so manchem hintersinnigen Seitenhieb.

Bizet zum Finale – die zweite Schöne

Georges Bizets „L´Arlésienne“ entstand 1872 als Bühnenmusik zum gleichnamigen Schauspiel von Alphonse Daudet. Während aber Bizets Musik sich bis heute großer Beliebtheit erfreut, hatte das Drama um einen jungen Bauern, der sich hoffnungslos in ein schönes Mädchen aus Arles verliebt hatte, keinen Erfolg.

Ein letztes schönes Stück

Die vom Publikum geforderte Zugabe wurde gerne erfüllt: Plappermäulchen von Josef Strauss. Ein Schelm, wer dabei nur an die Schöne denkt.

Berichte 2022

Neujahrskonzert (23. Januar 2022)


Mitgliederversammlung (11. März 2022)


Frühlingswanderung (26. März 2022)


Maihock (1. Mai 2022)


Jahresfeier (14. Mai 2022)

Jahresauswahl

Auskunft

© 2022 Akkordeon-Orchester Ebersbach/Fils e.V.