Ein musikalischer Bilderbogen

15. Mai 2011

Mit Musik vom Feinsten begeisterte das Erste Orchester beim Matinee-Konzert. Dirigent Edmund Holzwarth hatte ein Programm ausgewählt, das die Zuhörer musikalisch in einen freundlichen und fröhlichen Tag begleitete.

Die beiden Peer-Gynt Suiten von Edvard Grieg – Musik zum gleichnamigen Drama von Henrik Ibsen – gehören sicher zu den bekanntesten Orchesterwerken. Fritz Dobler und Heinz Waldvogel haben die Suite Nr. 1 für Akkordeonorchester bearbeitet. Bereits im ersten Satz wurde Morgenstimmung verbreitet: das Orchester und besonders die Electronien mit ihren Flötentönen zeichneten den Tagesanbruch und den Sonnenaufgang nach.

Melancholische Klänge bei Ases Tod und sinnliche Tanzmusik bei Anitras Tanz – die beiden mittleren Sätze sind zwar weniger bekannt, aber vielleicht gerade deswegen ein Genuss. Den letzten Satz In der Halle des Bergkönigs prägt ein sich ständig wiederholendes Thema, das leise beginnt, dann in Tempo und Dynamik zunimmt und – schrill, fast beängstigend – rasant und fortissimo endet. Die Zuhörer waren begeistert.

Musikalische Vielfalt

Zuerst mit der Pavane von Gabriel Fauré in der Bearbeitung von Hans-Günther Kölz zurück zu wunderschöner, gefühlvoller Musik. Danach ein musikalischer Schwenk zu zeitgenössischer Musik: Emotions ist eine moderne Romantic-Fantasy von Hans-Günther Kölz. Das Orchester und Birgit Hedrich am Flügel zeigten dabei, dass hervorragend gespielte Unterhaltungsmusik die Zuhörer faszinieren kann.

Gleiches gilt auch für Habanera und Malaguena, eine Originalkomposition von Paul Kühmstedt in der Bearbeitung von Rudolf Würthner. In dieser spanischen Ballett-Szene kamen über weite Teile wieder die Elektronien mit ihren Möglichkeiten, Instrumente wie Fagott, Oboe und Posaune zu imitieren, zur Geltung. Gekonnt folgte das Orchester dem Dirigenten bei den vielen Wechseln von Tempi und Rhythmen und Dietmar Scholz am Schlagwerk sorgte mit Tambourin und Kastagnetten für das typisch spanische Flair.

Höchste Anforderungen

Die Ouvertüre Ruslan und Ljudmila von Michail Iwanowitsch Glinka, ebenfalls in der Bearbeitung von Rudolf Würthner, stellt höchste Ansprüche an ein Orchester im Hinblick auf technisches Können und musikalisches Einfühlungsvermögen. In atemberaubendem Tempo gespielt, fein differenziert die Pianostellen und ein grandioser Schlussakt begeisterte das Publikum, das sich bei Spielern und Dirigenten mit lang anhaltenden Applaus bedankte. Mit der Tick-Tack-Polka, einer Schnellpolka von Johann Strauss, verabschiedeten sich das Orchester und sein Dirigent, der auch fachlich fundiert und humorvoll moderiert hatte.

Der Vormittag hat sich gelohnt, meinten zwei Besucher, und fragten bereits nach dem Termin des nächsten Konzerts.

Berichte 2011

Mitgliederversammlung (4. Februar 2011)


Matinee-Konzert (15. Mai 2011)


Schülerkonzert (2. Juli 2011)


Herbstkonzert (15. Oktober 2011)


Weihnachtsfeier (17. Dezember 2011)

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